Ransomware

Ransomware:

Am methodischen Datensichern beißt sich Erpresser-Software die Zähne aus

Ransomware bezeichnet Erpressungstrojaner: Diese Schadprogramme tarnen sich als Nutzprogramme, oder als Payload auf Webseiten oder als in Dokumenten enthaltene Schädlinge. Sie blockieren Daten, Funktionen oder gar den ganzen Computer der Erpressten. Nach Zahlung eines Lösegeldes, sollen die blockierten Informationen oder Systemfunktionen freigegeben werden. Bequemen und wirksamen Schutz dagegen geben häufige Backups.

Gegen das Risiko der Zahlungen von „Ransom“ (engl.: Lösegeld) in teils schmerzlicher Höhe an die Verbreiter entsprechender Malware (Schadsoftware) ist dringender Schutz empfohlen. Zudem entsperrt manch ein Ransom-Trojaner auch nach Zahlung der geforderten Summe den blockierten Computer nicht.

Ein Parasit namens Locky befällt seit Februar 2016 auch in Deutschland speziell die verbreiteten Betriebssysteme Windows und Mac OS. Dieser Krypto-Trojaner verschlüsselt die Daten nicht nur auf den infizierten Rechnern, sondern auch sämtliche Netzwerklaufwerke, USB-Festplatten und –Sticks, sowie andere im Netzwerk befindliche Rechner, aber auch erreichbare Backups.

Prophylaxe: Sichern, sichern, sichern!

Zur Vorbeugung gegen Ransomware empfiehlt sich dringend häufiges sichern aller kritischen geschäftlichen Daten. Hierbei hilft ein Network Attached Storage (Netz angebundener Speicher), kurz „NAS“: Simpel nutzbare NAS-Serverrechner stellen ausreichende Speicherkapazität in Datennetzen bereit.

Per NAS schützen bereits sehr einfache Backup-Methoden gegen viele Angriffe von Ransomware. So lässt sich beispielsweise je Werk- bzw. Kalendertag eine isolierte Kopie aller wesentlichen Daten anlegen.

Auf diese Weise gelingt etlichen Verschlüsselungstrojanern im schlimmsten Fall lediglich die Infektion eines gerade laufenden Backups. Schlägt dieser räuberische Fremdkörper dann zu, lassen sich aus einer jüngsten und gesunden Sicherung die Daten wieder herstellen.

Je kritischer Daten sind, umso häufiger sichern umsichtige Praxisbetreiber diese nach diesem oder verwandtem Schema. Im Extremfall begleitet ein automatisches kontinuierliches Kopieren das tägliche Arbeiten. Nebenbei ist die oben angesprochene Form der Datensicherung ein Bestandteil Ihrer Checkliste Technische und organisatorische Maßnahmen.

Fazit: Sichern, säubern, strahlend lächeln

Ransomware bleibt eine latente Bedrohung des Praxisalltags mit lähmenden oder im schlimmsten Fall existenziellen Konsequenzen. Eine robuste Abwehr per Sicherung verringert die Wahrscheinlichkeit und den Umfang von Datenverlusten jedoch erheblich – so schützen Zahnärzte und Kieferorthopäden die Interessen ihrer Patienten, Praxis und Mitarbeiter besser.

Weitere Informationen sowie Strategien zur Vorbeugung erhalten Sie von Ihrem Systembetreuer oder vom Verfasser der vorangegangenen Zeilen:

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