Konnektivität

Konnektivität – Grundstein für die eigene Zukunftsfähigkeit

Konnektivität ermöglicht neue Organisationsformen. Konnektivität ist nur vordergründig ein technischer Aspekt und kann delegiert werden. Nein – Konnektivität ist Chefsache. „Chefs werden zu Enablern, die ihre Leute zum Mitgestalten animieren“, sagt Tim Cole, Internetpublizist und Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins „Smart Industry“. Konnektivität schafft mehr Netzwerk und erfordert weniger Hierarchie, dient der internen und externen Kommunikation, steigert den Wissensfluss, ist attraktiv für junge qualifizierte Mitarbeiter und ist schon heute Grundstein für die eigene Zukunftsfähigkeit.
Natürlich bringt die digitale Konnektivität auch große Herausforderungen mit sich. Ältere Mitarbeiter wollen mitgenommen werden, und der Schutz sensibler medizinischer Daten in einer vernetzten Welt ist zu Recht ein zentrales Thema. Konnektivität wird mit der Digitalisierung der zahnärztlichen Praxis weiter prägenden Einfluss auf digitale Prozessabläufe sowohl in der medizinischen Behandlung wie in der Administration nehmen.

IT-Infrastrukturen müssen auf dem neuesten Stand sein

Steht der Patient im Fokus, so bedeutet Konnektivität, dass alle relevanten Informationen innerhalb der Praxis wie von externen Prozessbeteiligten durch definierte Kontaktpunkte ohne Medienbrüche oder manuelle Eingriffe genutzt werden können. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass IT-Infrastrukturen auf dem neuesten Stand sind, damit Software und Geräte miteinander „sprechen“ können. Ergänzt um definierte Prozesse und geschultes Personal vervollständigt sich das Rezept für eine erfolgreiche Digitalisierung.

Zukunftsfähiges Konzept für den digitalen Workflow

Eine Praxissoftware wird vorrangig zur Dokumentation, Planung und Abrechnung genutzt. Sie nimmt darüber hinaus als Rückgrat der Konnektivität eine herausragende Position ein. Sie verknüpft die „digitalen Nervenbahnen“ zu anderen Programmen und angeschlossenen Geräten. Informationen, die in die Patientenakte gehören, dürfen nicht isoliert vom Zugriff durch die Praxissoftware liegen. Wenn Daten existieren, die nur mit einer bestimmten Software abgerufen oder bearbeitet werden können, mag das zwar im Interesse des Herstellers liegen, ist jedoch kein akzeptables und zukunftsfähiges Konzept für den digitalen Workflow in einer innovativen Praxis.

Konnektivität braucht Schnittstellen

Wenden wir uns der Gegenwart zu, weg von Hochglanzbroschüren und (ein-)leuchtenden Visionen, hin zum hektischen Alltag und fragen uns: Was können wir unternehmen, um Schritte in die richtige Richtung zu tun?
Bei der Interoperabilität dürfen keine Abstriche gemacht werden. Der Kauf einer aus medizinischer Sicht besten Software kann nicht empfohlen werden, wenn diese sich nicht in den digitalen Organismus integrieren lässt oder nur mit proprietären Formaten arbeitet. Digitalisierung beginnt nur beim Kauf neuer Software und Geräte und endet nach Sicherstellung der Konnektivität in gelebten Praxisprozessen. Diese Anforderungen müssen von vornherein bei der Anschaffung berücksichtigt werden. Sie sind rückwirkend oft nicht mehr zu erfüllen.

Intensive Zusammenarbeit von Lösungsanbietern und Beratern als Voraussetzung

Diese Aufgabe kann die Praxis nicht allein meistern, sie braucht ein Netzwerk von Partnern, welche die nachhaltige Optimierung der Praxisabläufe gewährleisten. Entscheidend ist, dass diese Partner einen ebenso hohen Grad an Konnektivität aufweisen. Individuelle Beratung und führende Softwarelösungen sind nur so gut, wie sich diese in eine ganzheitliche Betrachtung des Praxisworkflows einpassen. Eine intensive Zusammenarbeit unter den Lösungsanbietern und Beratern ist nicht nur sinnvoll, sondern Voraussetzung für die Konnektivität, das Wohl der Patienten und die Zufriedenheit des Praxisteams.

Marcus Ehrenburg
Marcus Ehrenburg – Netzwerkmanager bei praxis-upgrade einem Expertennetzwerk für die digitale Praxisorganisation mit individueller Beratung und führenden Softwarelösungen zur nachhaltigen Optimierung von Praxisabläufen.
E-Mail

Kontakt zum Autor